1 Jean-Paul Deschler: Die Ikonenbeschriftung, In: Hermeneia 2 1990, S. 84–95 und 4 1990, S. 210–218; Thomas Daiber, Die Randaufschriften der Ikone „Das Jüngste Gericht“. In: Eva Haustein-Bartsch, Das Jüngste Gericht. Eine Ikone im Ikonen-Museum Recklinghausen, Recklinghausen 1994, S. 37–56; М. Г. Гальченко, Надписи на древнерусских иконах XII–XV вв. Палеографический и графико-орфографический анализ, М. 1997; Thomas Daiber: Aufschriften auf russischen Ikonen (= Monumenta Linguae Slavica Dialecti ceteris. Fontes et Dissertationes, Bd. XXXVII), Freiburg i. Br. 1997; Ivan Bentchev, Monogramme und Akronyme als Ikonenaufschriften, in: Hermeneia / Zeitschrift für ostkirchliche Kunst 3–4, 2002, S. 57–64; Ivan Bentchev: Zur Beschriftung der Ikonen, in: Μοσχοβία. Проблемы византийской и новогреческой филологии. К 60-летию Бориса Львовича Фонкича, т. 1, M. 2001, стр. 107–120; М. Г. Гальченко, Книжная культура. Книгописание. Надписи на иконах Древней Руси. Избранные работы, М.-СПб. 2001 (= Труды Центр. Музея древнерусской культуры и искусства им. Андрея Рублева, т. 1); Otto-Hubert Kost, Ziegeleinlassungen als Christus-Verkündigung an byzantinischen Kirchen in Mazedonien // Hermeneia / Zeitschrift für ostkirchliche Kunst 2, 2003, S. 7–30; А. Г. Авдеев, Из истории древнерусской эпиграфики и ставрографии // Ставрографический сборник. Книга III: Крест как личная святыня. Сб. статей / Сост., науч. ред. и вступит. ст. С. В. Гнутовой. Издательство Московской Патриархии, "Древлехранилище", M. 2005, стр. 276–294. 2 Im Zusammenhang mit der russischen Praxis äußerst informativ ist der oben zitierte, 2005 erschienene Artikel von A. G. Avdeev, der auch die relevanten russischen Quellen, allen voran Maksim Greks «Сказание о венце Спасове и о свитце, иже в руце его, и о Богородицыне имени» von 1551–1556 herausgegeben hat.
Das Thema der Beschriftung russischer Ikonen beschäftigt seit den 1990er Jahren wieder die Forschung. Die Problematik stellt sich freilich ganz unterschiedlich dar, wie die Auseinandersetzung mit ihr.
Abkürzungen in Form von Akronymen und Monogrammen kannten schon die antike Literatur und Kunst. Schon aus praktischen Gründen, z.B. für Münzen und Standarten, bedienten sich Griechen und Römer vieler unterschiedlicher Abkürzungen. Die Entwicklung der frühchristlichen Signa hängt mit dieser antiken Tradition zusammen. Im 3. Jahrhundert in Rom (Priscilla-Katakombe) begegnet die Abbreviatur (compendium scriptur) des Namens Christi. Sie besteht aus den griechischen Buchstaben X und P.
Nachdem ein besonderes Monogramm Christi (das Chrismon) vom Kaiser Konstantin in seine Standarte aufgenommen wurde
Für die Ikonenmalerei und das Kunsthandwerk ist das Monogramm IC XC, auch eine Abbreviatur beider Namen Christi, von besonderer Bedeutung, denn in dieser Form hat es sich schließlich durchgesetzt. Als älteste Darstellung der Weisheit Gottes als Christus-Engel gilt das frühchristliche Fresko in der Katakombe von Karmuz in Alexandria. Diese trägt eine Beischrift mit dem Chritusmonogramm: „Sophia IC XC“.
Eine frühe Kreuzigungs-Ikone aus dem Sinai
17 http://www.oodegr.com/oode/theos/onoma1.htm
Nach N. Pokrovskij kommen spätestens im 11. Jahrhundert die in die drei Kreuzbalken des Nimbus Christi verteilten drei griechischen Buchstaben Ὁ ὢν bzw. groß geschrieben OΩΝ („der Seiende“, nach Exodus 3, 14 vor: καὶ εἶπεν ὁ θεὸς πρὸς Μωυσῆν Ἐγώ εἰμι ὁ ὤν· καὶ εἶπεν Οὕτως ἐρεῖς τοῖς υἱοῖς Ισραηλ Ὁ ὢν ἀπέσταλκέν με πρὸς ὑμᾶς.
Doch erst die gleiche Aufschrift auf der Pantokrator-Ikone in Skopje (1393/94) ist authentisch.
. Über Omega steht nicht selten ein kleines supralineares kirchenslavisches „T“. Dieses Zeichen ist das aus einer Silbe bestehende kirchenslavische „ot“ (
bedeutet „von“). Nach den russischen Azbukovniki
Die russische Beschriftungspraxis ging seit Ende des 15. Jahrhunderts ihre eigenen Wege. Auch das inzwischen kanonisch gewordene byzantinische Muttergottes-Monogramm erfuhr eine Veränderung. Der Westen kannte keine vorgeschriebene Form
, doch die fünf griechischen Buchstaben wurden dort durch die vier kirchenslavischen Buchstaben
ersetzt. Thomas Daiber hat die Zweibuchstaben-Abbreviatur „MP“, die wahrscheinlich frühestens auf der Pskover Pokrov-Ikone aus dem 15. Jahrhundert (Ermitage, Inv. ERI-229) begegnet, mit der Vermeidung des den slavischen Russen unbekannten Buchstabens Eta erklärt. Die russische Azbukovnik-Deutung aber hierzu dürfte heute nicht wenige Ikonenkenner überraschen. Sie lautet: „Мария — Рода Сына — Фарисеева — Учителя“.
| Muttergottes-Monogramme | |||
| byzantinische, griechische und südslavische | auf russischen Ikonen | ||
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Kreuzigung, 10. Jh., Elfenbein, New York | ![]() |
Ikone, Pskov, Ende 13./Anfang 14. Jh.?, GTG |
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Mosaik, Ende 10. Jh., Hagia Sophia, Konstantinopel | ![]() |
Ikone, Suzdal', 60er Jahre 14. Jh.?, GTG |
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Dexiokratousa, Mosaikikone, um 1200, Sinai | ![]() |
Igorevskaja, Vologda, 1. Hälfte 15. Jh., GRM |
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Christi Himmelfahrt, Ende 12./Anfang 13. Jh., Sinai | ![]() |
Petrovskaja, 1561, GTG |
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Aniketos, Marmorikone, 2. Hälfte 13. Jh., S. Marco, Venedig | ![]() |
Vladimirskaja mit Festen, P. Čirin?, Anfang 17. Jh. |
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Verkündigung, Anfang 14. Jh., Ohrid | ![]() |
Znamenie mit Heligen, F. Zubov, um 1660 |
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Ikone, 14. Jh., Byzantinisches Museum, Athen | ![]() |
Eleousa-Kikkskaja, S. Ušakov, 1668 |
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Glykophilousa, Anfang 16. Jh., Kreta | ![]() |
Feodorovskaja, G. Nikitin, Kostroma, 1680er Jahre |
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Maler Longin, spätes 16. Jh., Dečani | ![]() |
Strastnaja, Ende 18. Jh., Uspenskij sobor, Dmitrov |
25 Auf späten Ikonen steht manchmal allein das Toponym, und zwar nicht im Nominativ sondern im Genitiv, z.B. „Казанския“. Dies ist kein Fehler, der Schreiber hat nur den Titulus verkürzt. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts tauchen die ersten genuin russischen Beischriften neben dem schon zum Paradigma erhobenen Monogramm der Muttergottes auf. Bis dahin hatten die russischen Ikonenmaler ausschließlich berühmte griechische Beinamen, z.B. "Hodegetria" und auch diese ziemlich selten verwendet. Die Vjaz-Beischrift "Тихвинская", gesetzt in ein viereckiges Feld im Hintergrund der Hodegetria-Ikone von Dmitrov, heute im Rublev-Museum in Moskau, die in die ersten Jahrzehnte des 16. Jahrhunderts datiert wird, wäre vielleicht als eine der frühesten beigeschriebenen Namen auf einer russischen Muttergottesikone, wenn nicht als die früheste überhaupt, anzusprechen. Doch ist diese Beischrift aus vielerlei Gründen problematisch, denn die Ikonographie folgt nicht dem Gnadenbild von Tichvin. 26 Vgl. Bentchev 2001, S. 115ff.
Nach den großen Moskauer Synoden Mitte des 16. Jahrhunderts, die sich auch der Reglamentierung der Ikonenmalerei widmeten, setzte eine neuartige Praxis in der Ikonenbeschriftung ein. Sie äußert sich vor allem in der Verwendung der Zierschrift „vjaz“ für die Ikonentituli. Diese zeichnet sich durch schwer lesbare Abbreviaturen aus und hängt offensichtlich mit der gigantischen Arbeit, die damals die Skriptorien des Patriarchen Makarij leisteten. Solche Schriften zierten die alten südslavischen Handschriften, die in Novgorod und später in Moskau studiert und abgeschrieben wurden. Auf russischen Muttergottesikonen tauchen nun neuartige Aufschriften in Genetiv auf, die z.B. so lauten: Образъ пресвятыя Богородицы Казанския / Bild der allheiligen Gottesgebärerin von Kazan’.
Die russischen Ikonenhaupttituli werden gerade im 16. Jahrhundert üblich, doch mit einer Ausnahme. Die neuartigen und im berühmten Fall des Viskovatyj kontrovers diskutierten symbolisch-emblematischen Ikonen waren thematisch so überladenen, dass es offensichtlich selbst für die klügsten malenden Theologen schwer wurde, sich für einen passenden, geschweige denn griffigen Haupttitulus zu entscheiden.
Allgemeine und lokale Entwicklungen und Besonderheiten sind bei Randaufschriften und auch bei der Beschriftung der Heiligen auf russischen Ikonen von kompetenter Seite untersucht worden.
29 dito. 30 Nach O.-H. Kost (op. cit.) lautet der Text so:
ΙΗΣΟΥΣ ΧΡΙΣΤΟΣ ΝΙΚΑ
ΤΕΤΙΜΗΜΕΟΝ ΤΡΟΠΑΙΟΝ ΔΑΙΜΟΝΩΝ ΦΡΙΚΗ
ΠΡΗΤΟΡΙΚΩΤΕΡΑ ΡΗΜΑΤΩΝ ΔΑΚΡΥΩΝ ΡΟΗ
ΧΡΙΣΤΟΣ ΧΡΙΣΤΙΑΝΟΙΣ ΧΑΡΙΖΕΙ ΧΑΡΙΝ
ΘΕΟΣ ΗΓΙΑΣΕ ΣΤΑΥΡΟΥ ΞΥΛΟΝ
ΕΩΣΦΟΡΟΣ ΕΓΙΕΣΕΝ ΕΥΡΗΚΑΜΕΝ ΕΔΕΜ
ΦΟΣ ΧΡΙΣΤΟΥ ΦΑΙΝΕΙ ΠΑΣΙ
ΔΥΝΑΜΙΣ ΜΟΝΑΧΟΥ
ΤΟΠΟΣ ΚΡΑΝΙΟΥ ΠΑΡΑΔΕΙΣΟΣ ΓΕΓΟΝΕΝ
31 I. Bentchev: Die "Dreihändige" Gottesmutterikone im Hilandar-Kloster auf dem Athos. In: Hermeneia. Zeitschrift für ostkirchliche Kunst 1 1993, S. 46–52; И. Бенчев, Икона Троеручицы в Хиландарском монастыре на Афоне // Византия и византийские традиции. Сборник научных трудов посвященный XIX Международному конгрессу византинистов, Копенгаген, 18–24 августа 1996, СПб. 1996, S. 175–183; Resümee in Englisch: S. 139f.
Nicht selten steht auf Ikonen ein griechischer oder kirchenslavischer Buchstabe allein für einen Namen, etwa „M“ für den Erzengel Michael oder „G“ für Gabriel. Zu den griechischen Akronymen in der hier abgebildeten Aufstellung Pokrovskijs
32 Покровский, S. 356. 33 dito.
Ein mittelalterliches griechisches Beispiel findet sich in der Handschrift Vat. gr. 436 von 1063. ![]()
Verklärungs-
kirche ![]()
Hl.-Kreuz-
Kirche
Auf Fresken in der Verklärungskirche in Palaeochorio auf Zypern, 2. Dezennium des 16. Jahrhunderts, (Abb.) sind, wie so oft, insbesondere in der byzantinischen Monumentalmalerei, mehrere Akronyme
ΙΣ ΧΣ Υ Θ Ν Κ Φ ΧΥ -------------------------------------- Φ Π Χ Χ Χ Χ Ε Ε Ε Ε Τ Τ Τ Ξ Λ Δ Χ Μ ΣΤ Τ Χ Τ Τ Κ |
35 Siehe „Kreuz“ bei G. Spitring, Lexikon byzantinish-christlischer Symbole, München 1989. 36 Hθική και θρησκευτική εγκυκλοπαίδεια, τ. 11ος, Αθήνα, 1967, 423–426.
37 Siehe G. Millet, Recueil des inscriptions chrétiennes de Mont Athos, Paris 1904, p. 64, N 212. 38 12 Jh., siehe Jerphanion, G., S. 224, 5.
Sie werden so gelesen:
IC XC — [o] Ιησούς Χριστός
Υ Θ — [o] Υιός Θεού
Ν[ι] Κ[ά]
Φ ΧΥ — Φως Χ[ριστο]ύ
Φ Π — Φανεί Πάσιν
X X X X — Χριστός Χριστιανοίς χαρίζεται χάριν
E E E E — Ελένη εύρεν εύρημα ελέους
Τ Τ Τ Ξ Λ Δ — Τούτο [είναι] το Τίμιον Ξύλον λυτρώσεως [των] δούλων
Χ Μ ΣΤ Τ — [του] Χριστού [του] Μεσσίου / Μεγαλόδωρου. Σταυρού Τόπος
Χ Τ Τ Κ — [είναι του] Χριστού Τάφος [και] Τόπος Κρανίου [του Αδάμ]
39 Die hier wiedergegebenen Akronyme sind einigen wenigen Quellen entnommen: Церковный вестник 51–52, 1889; О древнем деревянном кресте в Нижнозерском приходе Онежского уезда, АЕВ 21, 1890, S. 297–301; Авдеев, op. cit., passim; Покровский, op. cit. S. 356f.; Kost, op. cit., passim; Т. М. Кольцова (ред.), Резные иконостасы и деревянная скульптура Русского Севера. Каталог выставки, Архангельск – Москва, М. 1995, S. 177–179; 204–206. 40 Покровский, S. 356. 41 dito, Anm. 2.
Eine besondere Vorliebe für phantasievolle Abkürzungen zeichnet vor allem die russische christliche Kunst der Neuzeit aus. Die russische Forschung bezeichnet sie schon seit dem 19. Jahrhundert als „Kryptogramme“, doch sind dies keinesfalls Tarntexte, es kann hier nicht um die Vertraulichkeit in der Kommunikation gehen, obwohl einige dieser Abkürzungen verschieden dechiffriert werden. Die meisten dieser Abbreviaturen sind Akronyme
Anmerkung: In den hier wiedergegebenen Beischriften sind die diakritischen Zeichen aus drucktechnischen Gründen nicht berücksichtigt. Als Zeichen der Abbreviation stehen über den Monogrammen und Akronymen auf den historischen Kreuzen mehr oder minder verzierte Tilden.
| АГ | ангел Господень |
| ББ | Бог предвечный бесов губитель |
| ББ | благочестивым хранитель, бесов прогонитель (бесам погибель) |
| ББББ | Божия благодать биет бесы (Максим Грек) |
| ББББ | бич Божий биет бесы |
| ВВВВ | всей вселенной возвещает веру |
| ВВВВ | возвращение в рай всем верным (Максим Грек) |
| ВВВВ | возвращение вечное верным в рай |
| ВВВВ | веселие в Него верующим |
| ВВВВ | велие веселие верующим в Тя |
| ВВВЦВН | видим верно великого царя, висящего на дереве |
| ГА | глава Адамова |
| ГГ | гора Голгофа |
| ДДДД | древо дарует древнeе достояние |
| ДДДД | древо добро диаволу досада |
| ДДНЯ | этим древом спасение нам явися |
| ДПДНЯПЦВНП | днесь превелие древо нам явися, понеже царь вечный на нем пригвоздися |
| ЕОДЧ | еврейский род осуди Тя на разпятие древо орошено кровью боготочною, человеколюбче, падшего Адама воздвигни еси |
| IИС ХС | Иисус Христос |
| IНЦИ | Иисус Назарянин Царь Иудейский |
| IС ХС | Иисус Христос |
| IХ ЦС | Иисус Христос Царь Славы (иеродиакон Игнатий, 1667) |
| К | копье |
| КАС | крест ангелам слава |
| КБЯ | крест бесам язва |
| КВУ | крест верным утешение |
| KKKK | крест Константину крепость к вере |
| KKKK | крест Христов крепость царем крепкая к вере (Максим Грек) |
| ККЦ | крест красота церковная |
| КТПВ ИВТС | кресту Твоему поклоняемся, Владыко, и Воскресение Твое славим |
| КХВВ | крест Христов возвещает Воскресение |
| КХВВККЦКЦДКВУ КАС КБЯ | крест хранитель всей вселенной, крест красота церковная, крест царям держава, крест верным утешение, крест ангелам слава, крест бесам язва |
| КЦД | крест царям держава |
| МЛРБ | место лобное рай бысть |
| ММММ | Моисейский жезл — прообраз честнаго креста, Моисей море раздели, Моисей Амалика победи, Моисей змия вознеси на древо |
| ММММК | Много бо можеть моление матернее ко благосердию Владыки |
| НИКА | (vgl. gr. νικα — er siegt) |
| НИКА | На кресте искупи кровию Адама |
| НИКА | Никакоже царствию Его несть конца |
| ННН | нощи неведения тьму низлагает |
| ННСБ | невидимая непостижимая сила Божия |
| ООКЦЕ | обретен от Бога крест царицею Еленою |
| ОМО | оружие миру одоление |
| ОООО | обретены обретатель, обретен царицею Еленою от Бога |
| ОООО | оружие одоления ограждает обручники |
![]() | От небес на землю прииде, Ониже Его не познаша, на кресте Его распяша |
![]() | от отца моего снидох с небеси |
![]() | Отеческий Оум Непостижим |
| ППП | пойте, почитайте, покланяйтеся |
| ПППП | поющим покой подает поклоняющемуся роду (Максим Грек) |
| ПППП | пою, почитаю, поклоняюся подножию (Твоему, Владыко...) |
| ПППП | паки по ряду подает поклоняющимся |
| ПППП | пречистыя Твоя длани на древе вознесе..., покаяние ми даруй слезное, помилуй мя и спаси и прости мя, помяни мя, Господи, во царствии Твоем |
| РРРР | радуйся християнский род, радуйся креста образ, неописанный и многоименитый, радуйся кресте всесвятый и всевсесильный, радуйся хранителю жизни нашей Господень кресте многопетый |
| РРРР | радуйся древо жизни, радуйся скиптре святой Христов, радуйся слава небесная, радуйся царей похвала |
| РРРР | роду реченному роди радость |
| СВНВ | содержай вся на древе висяй |
| СВВН | содержай вся висяй на древе |
| СССС | Спас сотвори сеть сатане |
| СССС | Cлово спасает сего славящих |
| СССС | свет сотвори сеть сатане |
| СССС | свет Христов светит всем, сила крестная, сила десница Вышнего |
| СХСВ | свет Христов светит всем |
| Т | трость |
| ХХХХ | Христовы хоругви християнам хвала (Максим Грек) |
| ХХХХ | хоругвь Христова християном хвала |
| ХХХХ | Христос царствует, Христос защищает нас, Христос победи врага, Христос одоле ада |
| ЧЧЕЧ | честно чтущим Его человеком |
| ЧЧЧ | честный крест — образ неописанный и многоименитый, честный крест — древо пребогатое, честный крест — всесвятый и всесильный |
| ЧЧЧЧ | честная честь чтущим Тебя человеком |
| ЦБП | Царь Бог превечный |
| ЦЦЦЦ | Царский цвет церкви цвитет (Максим Грек) |
| ЦЦЦЦ | Цвети царския цвети церкви |
| ЦЦЦЦ | Царь славы, Царь небесных, Царь земных, Царь и преизподних |
| Akronyme auf griechischen Kreuzen 14.–19. Jh. (nach N. Pokrovskij) | |
| Φ. Χ. Φ. Π. | Φῶς Χριστοῦ φαίνει πᾶσιν Свет Христов просвещает всех |
| Τ. Τ. Ξ. Δ. Φ. | Τοῦτο τὸ ξύλον δαίμονες φρύττουσι Сего древа демоны трепещут |
| Ε. Ε. Ε. Ε. | Ἐλένη εὔρηκεν εὔρημα ἐν γολγόθα (или: Ἐλένη εὔρηκεν ἔρεισμα εὐσεβείας ) Елена обрела обретение на Голгофе (Елена обрела опору благочестия) |
| Θ. Θ. Θ. Θ. | Θέα Θεοῦ θεῖον θάυμα Чудись Божию чудному чуду |
| Χ. Χ. Χ. Χ. | Χριστὸς χριστιανοις χάριν χαρίζει Христос христианам благодать дарует |
| Σ. Ο. Π. Τ. | Σταυροῦ ὄπλον πολεμίους ταράττει Крестное оружие супостатов прогоняет |
| Σ. Β. Τ. | Σταυρὸς βασιλέων τρόπαιον Крест царей победное знамя |
| Σ. Π. Τ. | Σταυρὸς πιστῶν τεῖχος Крест верных твердыня |
| Σ. Α. Η. | Σταυρὸς ἀγγέλων ἤδυσμα Крест ангелов веселие |
| Κ. Δ. Τ. | Καὶ δαιμόνων τράυμα И демонов уязвление |
| Σ. Η. Τ. | Σταυρῷ ἠττοῦνται τύραννοι Крестом побеждаются тираны |
| Ρ. Ρ. Ρ. Ρ. | Ρύστις ρύσει ρυσοῦς ρύει Избавитель избавлением обветшавших избавляет |
| Weitere griechische Akronyme | |
| ΑΚΧΤ | Αμνός Κυρίου Χριστού Τ (σταυρός) |
| ΑΠΜΣ | Αδάμ Πεπτικός Μετεστη Σταυρω |
| ΑΠΜΣ | Αδάμ Πρωτόπλαστος Μετεστη Σταυρω |
| ΑΡΠ | Αρχή Πίστεως |
| ΕΝΒΚ | Εμμανουήλ Βασιλεύς Κύριος |
| ΙΣ ΧΣ | [o] Ιησούς Χριστός |
| ΙΣ ΧΣ | Ιησού Χριστού |
| ΙΧΘΥΣ | Ιησούς Χριστός Θεού Υιός, Σωτήρ |
| Κ | Κύριος |
| MHP ΘΥ | Μήτερ Θεού Мати Божия, Богоматерь |
| ΜCΤ | Μωσαϊκός Cταυρός |
| ΝΚ | Νικά |
| Ξ Ζ | Ξύλον [της] ζωής Дерево жизни |
| Ξ Ζ | Ξύλον Ζωοποιόν Дерево жизни |
| Ὁὢν OΩΝ | nach Exodus / Иcход 3:14: «Сущий» |
| ΠΓ | Παράδεισος γέγονε(= ΤΚΠΓ) |
| CK | Σταυρός [τοῦ] Κυρίου Крест Господень |
| ΣΚΣΤΤ | [ο] Σταυρός [του] Κυρίου — [ο] Σταυρός Τίμιος |
| ΤΚΠΓ | Τούτο Κρανίον Παράδεισος γέγονε |
| ΤΚΠΓ | Τοπος Κρανιου Παραδεισος Γεγονε (= МЛРБ) |
| ΤΤΑΦ | Τίμιος τύπος Αλλοτρίωσις Φθοράς / ανθρώπων φύλαξ |
| ΤΤΑΦ | Τίμιος τύπος και αλλοτρίωσις φθοράς |
| Υ Ι | Υιού [του] Ισραήλ |
| ΧΒ | Χριστός βοηθά (Βοηθός) |
| ΧΒ | Χριστέ βοήθη |
| ΧΝ | Χριστός νικά (Νικητής) |
| ΧΝ | Χριστέ Νικητή |